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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Panoramahaus, Dornbirn/Vorarlberg
Auftraggeber: JDL Leasinggesellschaft mbH, Dornbirn/Vorarlberg
Bearbeitungszeitraum: seit 2002
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
In Dornbirn wurde unweit des Einkaufszentrums Messepark ein Hotel- und Wellnesskomplex errichtet. Die unteren drei Geschosse beinhalten eine Parkgarage mit Abmessungen von
110 m / 85 m, die 12 m unter Gelände einbindet.
Der Hotel- bzw. Wellness-
bereich ist in einer elliptischen Grundrissfläche mit Abmessungen von
64 m / 29 m konzipiert. Der Hochbau umfasst zusätzlich zu den Parkebenen zwölf Obergeschosse, woraus sich eine Gesamthöhe des Komplexes von 50 m ergibt.
Aus der außergewöhnlichen Nutzung und der architek-
tonischen Gestaltung (Ba-
deanlagen, Seminarräume, Veranstaltungsräume) resultieren für die Pfahlgründungselemente hohe und konzentrierte Lasten.
Das Projekt wurde durch BGG ab dem Zeitpunkt des Erst-
entwurfes bis zum Bau in den Fachbereichen Geotechnik und Hydrogeologie betreut. In Ergänzung zu Aufschluss-
ergebnissen im Umfeld des Objektes wurden zwei Aufschlusskampagnen abgewickelt. Die Erkundung erfolgte mittels Kernbohrun-
gen (bis 60 m tief), Ramm-
sondierungen sowie boden-
physikalischer Laboratoriums-
untersuchungen. In einem zum Brunnen ausgebildeten Aufschluss wurde ein Pump-
versuch abgewickelt. Im Rahmen der Behördenverfah-
ren ist das Projekt aus geotechnischer und hydrogeologischer Sicht begutachtet worden.
Während des Baus wurden die Baugrubensicherungs- und Tieffundierungsarbeiten geotechnisch/hydrogeologisch betreut.
Fundierung:
Äußerst ungünstige Unter-
grund- und Grundwasser-
verhältnisse machten die Baugrubensicherung und Gründung des Panorama-
hauses Dornbirn zu einer besonderen Herausforde-
rung. Die überwiegend organogenen Schichtglieder weisen bis in Tiefen von ca. 30 m unter GOK eine hohe Zusammendrückbarkeit und eine geringe Tragfähigkeit auf. Als Lasteinleitungszone konnte lediglich eine begrenzt mächtige Sandlage herangezogen werden. Die Dimensionierung der Tief-
gründung wurde erheblich dadurch erschwert, dass unterhalb der Sandzone wiederum stark zusammen-
drückbare Schichtglieder bis in eine sehr große Tiefe anstehen.

Grundwassermodell-
berechnungen:

Unter Berücksichtigung der Vornutzung des Geländes als Tankstellenareal waren grundwasserhydraulische Modellberechnungen hinsichtlich Schadstoff-
ausbreitung sowie Stau- und Sunkeffekten durchzuführen.

Bodenquerprofil
Panoramahaus Dornbirn
Stand Oktober 2005