In Dornbirn wurde unweit des Einkaufszentrums Messepark
ein Hotel- und Wellnesskomplex errichtet. Die unteren drei Geschosse beinhalten
eine Parkgarage mit Abmessungen von
110 m / 85 m, die 12 m unter Gelände einbindet.
Der Hotel- bzw. Wellness- bereich ist in einer elliptischen Grundrissfläche mit Abmessungen
von 64 m / 29 m konzipiert. Der Hochbau umfasst zusätzlich zu den Parkebenen zwölf
Obergeschosse, woraus sich eine Gesamthöhe des Komplexes von 50 m ergibt.
Aus der außergewöhnlichen Nutzung und der architek- tonischen Gestaltung (Ba- deanlagen,
Seminarräume, Veranstaltungsräume) resultieren für die Pfahlgründungselemente hohe
und konzentrierte Lasten. |
Das Projekt wurde durch BGG
ab dem Zeitpunkt des Erst- entwurfes
bis zum Bau in den Fachbereichen Geotechnik und Hydrogeologie betreut. In Ergänzung
zu Aufschluss- ergebnissen im Umfeld des Objektes wurden zwei
Aufschlusskampagnen abgewickelt.
Die Erkundung erfolgte mittels Kernbohrun- gen (bis 60 m tief), Ramm- sondierungen
sowie boden- physikalischer
Laboratoriums- untersuchungen. In einem zum Brunnen ausgebildeten
Aufschluss wurde ein Pump- versuch abgewickelt. Im Rahmen der Behördenverfah- ren ist
das Projekt aus geotechnischer und hydrogeologischer
Sicht begutachtet worden.
Während des Baus wurden die Baugrubensicherungs- und Tieffundierungsarbeiten geotechnisch/hydrogeologisch
betreut. |
Fundierung:
Äußerst ungünstige Unter- grund- und Grundwasser- verhältnisse machten die Baugrubensicherung
und Gründung des Panorama- hauses Dornbirn zu einer besonderen Herausforde- rung. Die
überwiegend organogenen Schichtglieder weisen bis in Tiefen von ca. 30 m unter GOK
eine hohe Zusammendrückbarkeit und eine geringe Tragfähigkeit auf. Als Lasteinleitungszone
konnte lediglich eine begrenzt mächtige Sandlage herangezogen werden. Die Dimensionierung
der Tief- gründung wurde erheblich dadurch erschwert, dass unterhalb der Sandzone
wiederum stark zusammen- drückbare Schichtglieder bis in eine sehr große Tiefe anstehen.
Grundwassermodell- berechnungen:
Unter Berücksichtigung der Vornutzung des Geländes als Tankstellenareal waren grundwasserhydraulische
Modellberechnungen hinsichtlich Schadstoff- ausbreitung sowie Stau- und Sunkeffekten
durchzuführen.
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