Zwischen km 45,1 und 49,6 der Bahn-strecke Linz - Selzthal
(Pyhrnbahn) soll das Gemeindegebiet Schlierbach westlich umfahren werden. Aus der
Strecken-begradigung resultieren höhere mögliche Geschwindigkeiten und eine Verringerung
der Streckenlänge. Gleichzeitig erfolgt ein zweigleisiger Ausbau nach den Richtlinien
für Hochleistungsstrecken.
In diesem Zusammenhang sind hohe Dämme neu herzustellen bzw. zu erwei-tern. Außerdem
sind die Adaptierung bzw. Neuerrichtung von insgesamt sechs Brückenobjekten sowie
einer Vielzahl von Rohrquerungen geplant. |
BGG obliegt bei diesem Projekt die geotechnische und
hydrogeologische Beratung während der gesamten Planungs- und Ausführungsphasen.
Hierfür erfolgte zunächst die Festlegung, Ausschreibung, Koordination und Aus-wertung
von zwei Bodenaufschlusskampagnen (Phase der Trassenauswahl bzw. Ausschreibungsplanung).
Eine intensive und frühzeitige Mitarbeit des Geotechnikers bei der gesamten Planung
war im gegenständlichen Projekt in besonderem Maße wichtig, da zahlreiche geotechnische
Maßnahmen (stufenweise Dammschüttung, Bodenver-besserungsmaßnahmen) maßgeblichen
Einfluss auf den Bauzeitplan haben.
Während des Baues erfolgt die geotechnische und hydrogeologische Begleitung vor
Ort. |
Untergrundverbesserungs-maßnahmen:
Der Neubauabschnitt der Umfahrungs-strecke durchquert ein Gebiet mit sehr ungünstigem
Untergrund, auf dem Dämme mit Höhen bis zu 8 m sowie Brückenobjekte herzustellen
sind. Die schlechte Qualität des Untergrundes ist dabei sowohl durch Torfschichten
als insbesondere auch durch Seeton bedingt.
Zur technisch einwandfreien Gründung der Objekte und Dämme wurden seitens BGG in
den kritischen Abschnitten für eine rasche Konsolidierung des Untergrundes die Anordnung
von Vertikaldrains bis in Tiefen von 20 bis 25 m im Raster 1,5 m x 1,5 m empfohlen.
Außerdem war es zur Vorwegnahme lang anhaltender Setzungen notwendig, eine Überlastschüttung
(2 m über SOK) aufzubringen. Durch die Überlastschüttung über die Brückenstandorte
hinweg war es außerdem möglich, auch im Bereich dieser Brücken Setzungen vorwegzunehmen
und dadurch statt der ursprünglich vorgesehenen kostenintensiven Tieffundierung
die Objekte flach zu fundieren. |