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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Bahnstrecke Linz - Selzthal, Abschnitt Umfahrung Schlierbach
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1994
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Zwischen km 45,1 und 49,6 der Bahn-strecke Linz - Selzthal (Pyhrnbahn) soll das Gemeindegebiet Schlierbach westlich umfahren werden. Aus der Strecken-begradigung resultieren höhere mögliche Geschwindigkeiten und eine Verringerung der Streckenlänge. Gleichzeitig erfolgt ein zweigleisiger Ausbau nach den Richtlinien für Hochleistungsstrecken.
In diesem Zusammenhang sind hohe Dämme neu herzustellen bzw. zu erwei-tern. Außerdem sind die Adaptierung bzw. Neuerrichtung von insgesamt sechs Brückenobjekten sowie einer Vielzahl von Rohrquerungen geplant.
BGG obliegt bei diesem Projekt die geotechnische und hydrogeologische Beratung während der gesamten Planungs- und Ausführungsphasen. Hierfür erfolgte zunächst die Festlegung, Ausschreibung, Koordination und Aus-wertung von zwei Bodenaufschlusskampagnen (Phase der Trassenauswahl bzw. Ausschreibungsplanung). Eine intensive und frühzeitige Mitarbeit des Geotechnikers bei der gesamten Planung war im gegenständlichen Projekt in besonderem Maße wichtig, da zahlreiche geotechnische Maßnahmen (stufenweise Dammschüttung, Bodenver-besserungsmaßnahmen) maßgeblichen Einfluss auf den Bauzeitplan haben.
Während des Baues erfolgt die geotechnische und hydrogeologische Begleitung vor Ort.
Untergrundverbesserungs-maßnahmen:
Der Neubauabschnitt der Umfahrungs-strecke durchquert ein Gebiet mit sehr ungünstigem Untergrund, auf dem Dämme mit Höhen bis zu 8 m sowie Brückenobjekte herzustellen sind. Die schlechte Qualität des Untergrundes ist dabei sowohl durch Torfschichten als insbesondere auch durch Seeton bedingt.
Zur technisch einwandfreien Gründung der Objekte und Dämme wurden seitens BGG in den kritischen Abschnitten für eine rasche Konsolidierung des Untergrundes die Anordnung von Vertikaldrains bis in Tiefen von 20 bis 25 m im Raster 1,5 m x 1,5 m empfohlen. Außerdem war es zur Vorwegnahme lang anhaltender Setzungen notwendig, eine Überlastschüttung (2 m über SOK) aufzubringen. Durch die Überlastschüttung über die Brückenstandorte hinweg war es außerdem möglich, auch im Bereich dieser Brücken Setzungen vorwegzunehmen und dadurch statt der ursprünglich vorgesehenen kostenintensiven Tieffundierung die Objekte flach zu fundieren.

Blick auf die
vorbereitete
Dammaufstandsfläche
bei Herstellung der
Vertikaldrains
Stand Juli 2005