Das Baulos LT 23 der Verbindungsstrecke zwischen West-,
Süd- und Donauländebahn (Lainzer Tunnel) umfasst eine ca. 550 m lange Halle, in
der zwei Westbahngleise und zwei Gleise der
Neubaustrecke parallel verlaufen.
Die Herstellung der Halle erfolgte in geschlossener Bauweise im Schutze von Bohrpfählen,
wobei der Ausbruchquerschnitt eine lichte Weite von 25 m und eine lichte Höhe von
15 m aufwies.
Das Tunnelbauwerk ist direkt unter der bestehenden Westbahn situiert, für die während
der gesamten Bauzeit ein ungestörter Betrieb auf zumindest zwei Gleisen gewährleistet
werden musste. |
Die Betreuung in geologischer, geotechnischer und
geohydrologischer
Sicht wurde durch BGG unmittelbar nach der Trassenauswahl bis zur Baufertigstellung wahrgenommen. Auf der Basis der Erkundungs-ergebnisse sind
Geotechnische und Geohydrologische Gutachten erstellt worden, die der Festlegung
geomechanischer Modelle zur Bemessung der Bohrpfähle dienten. Während des Baues
erfolgten die Überwachung und Steuerung der geodätischen Messungen sowie die Durchführung
und Auswertung der Inklinometermessungen, wodurch der Aushubfortschritt und die
Sicherungsmaßnahmen optimal abgewickelt werden konnten. Außerdem oblag BGG die baugeologische
Dokumentation für den Bauherrn. |
Bohrpfahldimensionierung:
Basierend auf umfangreichen Laborato-riumsuntersuchungen im Zuge der Bodenerkundung
wurden seitens BGG Kennwerte für die Dimensionierung der Bohrpfähle festgelegt,
auf deren Basis eine nur geringe Einbindung der Bohrpfähle unter Aushubniveau möglich
war.
Mittels Inklinometern in den Bohrpfählen sowie geodätischen Messungen wurde die
Verformung in Abhängigkeit vom Aushubzustand überwacht und laufend mit den Ergebnissen
der statischen Berechnung verglichen. Den hohen Verformungen wurde durch einen gesteuerten
Aushub und örtlich begrenzte Zusatzankerungen begegnet, sodass das erforderliche
Sicherheitsniveau auf wirtschaftliche Weise gehalten werden konnte.
Grundwasser-kommunikationsmaßnahmen:
Durch das Tunnelbauwerk wird der Grundwasserstrom im Wiental beeinträchtigt. Dies
machte Maßnahmen zur Grundwasserkommunikation erforderlich. Durch BGG wurde ein
Konzept definiert, das eine Fassung beidseitig des Bauwerkes mittels Kiespfahlgruppen,
verbunden über Dükerleitungen in der Sohle, vorsieht. Um eine langfristige Wartung
des Systems zu ermöglichen, mussten Nischen
bzw. Revisionsschächte angeordnet werden.
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