Die Flughafenschnellbahn wurde im Zuge des Projektes auf einer Länge von 20 km zweigleisig
ausgebaut. Dabei kamen insgesamt 43 km Gleise – aufgrund von Kreuzungsfreimachungen
und Schaffung von städte- baulichen Nutzflächen – in Tieflage zu liegen. Außerdem
wurden 21 Objekte neu gebaut, 20.000 m² Lärm- schutzwände errichtet und sieben Stationen
neu ge- staltet. Für die Unterwerfungs- und Tunnelbauwerke (ein- bis dreizelliger
Rechtecksquer- schnitt) wurde die Baugru- bensicherung aus Platzgrün- den mittels aufgelöster,
temporär verankerter Bohr- pfahlwände hergestellt, die gleichzeitig als Außenwände
der Konstruktion dienen. Die Bauausführung erfolgte in Deckelbauweise. Im Endzu- stand
wurde die Aussteifung mittels Boden- bzw. Deckenplatte bewerkstelligt.
Alle Arbeiten waren unter Aufrechterhaltung des Schnellbahnbetriebes durchzuführen. |
BGG Consult oblag bei diesem Projekt die geotechnische und hydrogeologische Bera- tung
während der gesamten Planungs- und Ausführungs- phase. Hierfür erfolgte zunächst die
Festlegung, Ausschreibung, Koordination und Auswertung der Boden- aufschlussarbeiten.
Auf der Basis der Erkundungsergeb- nisse wurden in der Phase der Eisenbahnrechtlichen
Einreichung Geotechnische und Hydrogeologische Gut- achten erstellt.
Während des Baues wurde die geotechni- sche und hydrogeologische Begutachtung vor Ort
wahr- genommen. Außerdem wur- den zahlreiche geodätische Messpunkte sowie Inklinome- termessstellen
betreut. |
Bereich Aspangbahnhof:
Als besonders anspruchs- voller Bereich stellte sich aufgrund der stark wech- selnden
Geologie (Verzah- nung zwischen Tertiär und Quartär) das Areal des ehemaligen Aspangbahnho- fes
heraus, der zur Gänze untertunnelt wurde. Aufgrund einer intensiven geotechnischen
Fachbeglei- tung konnte auf die häufig auftretenden Wechsel an geologischen Formationen
rasch reagiert werden. In Zusammenarbeit mit den Planern waren schließlich die optimalen
Ausbaumaßnah- men festzulegen. |