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Samstag, 25. Mai 2013
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Neubaustrecke Wien - St. Pölten
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1991
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Die ca. 42 km lange Trasse der zweigleisigen Bahnstrecke für den Hoch-leistungsverkehr verläuft im Anschluss an das Projekt Lainzer Tunnel ab Wien zunächst in einem ca. 13 km langen Tunnel (Wienerwald-tunnel) wechselnd hoher Überlagerung (bis ca. 240 m). Ab dem Westportal bei Chorherrn quert die Trasse in Form zumeist niedriger Dammstrecken das südliche Tullner Feld bis Atzenbrugg. Danach kommt das Projekt bis zur Bundesstraße B1 in die Perschlingtalniederungen und in weiterer Folge am Hangfuß des südlichen Talrandes zu liegen. In diesem Bereich ist, neben kurzen Einschnitts- und Dammstrecken, die Er-richtung von drei Tunneln in Offener Bauweise vor-gesehen. Bis zum Projekts-ende bei Pottenbrunn sind drei weitere Tunnel in Geschlossener Bauweise (Gesamttunnelstrecke ca. 7,4 km), die durch Freiland-abschnitte geringer Länge voneinander getrennt sind, herzustellen. BGG ist seit Beginn der Trassenauswahl im Hinblick auf alle geotechnischen und geohydrologischen Belange als Gutachter tätig. Da es sich um eines der ersten österreichischen Projekte handelt, für das eine Um-weltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde, musste Pionierarbeit geleistet werden. In intensiver Abstimmung bzw. fachüber-greifender Zusammenarbeit mit den übrigen beteiligten Projektanten wurden Trassenbeurteilungen und -vergleiche erstellt, Optimierungen hinsichtlich Lage und Niveau der Bahn-strecke vorgenommen sowie die Umweltverträglichkeits- erklärung verfasst, die die Basis für die Trassen-verordnung sowie das nachfolgende Eisenbahn-rechtliche Verfahren bildete. Von Anfang an wurde ein Konsens mit Gemeinden, Bürgerinitiativen und Anrainern gesucht, woraus schließlich eine für alle Beteiligten optimale Projektvariante resultierte. Seit 2003 wird das Bauvor-haben entlang der gesamten Strecke ausgeführt, wobei u.a. bis zu drei Tunnelvor-triebsmaschinen (TVM) im Einsatz sind. Tunnel Atzenbrugg:
Aus geohydrologischer Sicht war im Falle der Auswahl-trasse (Variante 2/2a) schon seit Planungsbeginn der Bereich der Querung der Perschlingtalniederung bei Atzenbrugg sowie des Hochterrassenniveaus bei Michelndorf durch den ca. 2,5 km langen Tunnel Atzenbrugg ein besonderes Thema, dem durch die beteiligten Planer sowie die Gemeinden und Bürger entsprechendes Augenmerk geschenkt wurde. In diesem Streckenabschnitt verläuft das Bauwerk unter dem Grundwasserniveau und bindet gleichzeitig in wechselndem Ausmaß in den relativen Stauer ein. Im Zusammenhang damit war die Frage der Wirksamkeit von Grundwasserkommunika-tionsmaßnahmen sowie jene der möglichst umwelt-schonenden Bauwerks-herstellung zu klären. Zur Vermeidung maßgebender Einflüsse auf das Grundwasserregime wird eine abschnittsweise Bau-herstellung im Schutze einer wasserdichten Baugruben-umschließung gewählt. Für den Endausbau sind umfang-reiche Grundwasserkom-munikationsmaßnahmen vorgesehen.

Ausschnitt Bodenlängsprofil
Tunnel Atzenbrugg
Stand April 2006