Durch die unmittelbaren Erfordernisse zur Ausrichtung
der alpinen Schiweltmeisterschaften 2001 ausgelöst, erfolgte der schon
seit vielen
Jahren in Betracht gezogene zweigleisige Bahnausbau zwischen St. Jakob a.A. und
St. Anton a.A..
Die bestehende Bahntrasse sollte dabei auf die gegenüber liegende
Talseite verlegt werden, um einen ungehinderten Zugang vom Ort in die angrenzenden
Schigebiete zu ermöglichen. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden eine Gleiszulegung,
die Errichtung des Wolfsgrubentunnels
bzw. die Verlängerung des Arlbergtunnels sowie
die Einschleifung der Neubautrasse in den bestehenden Arlbergtunnel vorgenommen.
Außerdem war der Bahnhof St. Anton neu herzustellen.
Das Projekt musste unter großem Zeitdruck und unter Berücksichtigung extremer Witterungsverhältnisse
ab-gewickelt werden. |
BGG betreute das Bauvorhaben durch sämtliche Planungs-
und Ausführungsphasen in den Fachbereichen Geologie, Geotechnik und Hydrogeologie.
Zunächst erfolgten Kartierungsarbeiten sowie die Koordination und fachtechnische
Begleitung von mehreren Aufschlusskampagnen. Auf der Basis einer - den Zeiterfordernissen
entsprechend - relativ begrenzten Anzahl an Bodenaufschlüssen wurden in interdisziplinärer
Zusammenarbeit mit den Fachplanern Probleme der Baugrubensicherung, der Fundierung,
der Dimensionierung von Kunstbauten sowie der Deponieplanung behandelt. Für den
bergmännischen Tunnelbau erarbeitete BGG die geologischen, hydrogeologischen und
geomechanischen Grundlagen. Außerdem wurde eine hydrogeologische Beweissicherung
durchgeführt. |
Wolfsgrubentunnel:
Für die Errichtung des Wolfsgrubentunnels
in Offener Bauweise mussten Baugruben
einer maximalen Tiefe von bis zu ca. 45 m gesichert werden. Außerdem waren in diesem
Bauabschnitt bis zu ca. 2,5 m mächtige Bodenauswechslungen notwendig, die in den
Wintermonaten eingebracht und geprüft werden mussten.
Im bergmännischen Teil des Tunnels wurden in Portalnähe Störungsbereiche und Kriechhänge
durchörtert, die Sondermaßnahmen in
Form von horizontalen Ankerungen und Kalottenfußpfählen
erforderten.
Eine sachgemäße geotechnische Beratung war bei diesem Projekt von großer Bedeutung,
um - trotz des enormen Zeitdruckes - das erforderliche Maß an Sicherheit sowie einen
entsprechend wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. |