Unmittelbar angrenzend an das bestehende Werk 2 war
im Areal der Fa. Blum, Höchst, ein Montagelager (Hochregallager), inkl. zusätzlicher
Büro- bzw. Verwaltungsräume, zu errichten. Die Abmessungen des Gebäudekomplexes
können mit einer Länge von 113 m, einer Breite von 20 m und einer Gebäudehöhe von
22 m angegeben werden. Die Einbindung in das bestehen-
de Gelände beträgt maximal
4 m.
Aufgrund der geplanten Lagerung von metallischen Werkstoffen treten sehr hohe Lasten
auf, die schadlos in den Unter-grund abgeleitet werden müssen. |
BGG war mit der Betreuung des Bauvorhabens über sämtliche
Planungs- und Ausführungsphasen in den Fachbereichen Geotechnik und Hydrogeologie
beauftragt. Nach Auswertung von Aufschlüssen aus früheren Bauetappen bzw. bei benachbarten
Objekten konnte die Bodenerkundung auf die Durchführung von Rammsondierungen beschränkt
werden. Zusätzlich zur Fundierungsproblematik beim geplanten Neubau waren die Sicherung
von bestehenden Objekten und Verkehrswegen sowie die Wasserhaltung zu bearbeiten.
Im Anschluss an die geotechnische und hydrogeologische Begutachtung im Zuge der
Einreichphase wurde eine baubegleitende geotechnische Kontrolle der Spezialtiefbauarbeiten
durchgeführt. |
Fundierung des Montage-lagers:
Auf der Basis der Bodenaufschlüsse war unter einer bis zu 3,0 m mächtigen, weichen,
bindigen Deckschichte eine lebhafte Wechselfolge von Kiesen und Sanden mit linsig
eingelagerten Schichtgliedern von Schluffen und Sand-Schluff Gemischen zu erwarten.
Wesentliche Erkenntnis aus den Aufschlüssen war eine erhebliche Variation der Lagerungsdichte
zwischen sehr locker und locker bis mitteldicht. Als wirtschaftliche Gründungsvariante
wurde eine Flachfundierung nach Durchführung einer Bodenverbesserung mittels Rütteldruckverdichtung
empfohlen und auch ausgeführt. Mit Hilfe dieser Spezialtiefbaumethode konnte eine
Homogenisierung des Lasteinleitungsbereiches sowie eine Verbesserung der Lagerungsdichte
bzw. der Verformungs- und Tragfähigkeitseigenschaften erreicht werden. Die Errichtung
eines standsicheren und gebrauchstauglichen Bauwerkes war somit gewährleistet. |