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Sonntag, 05. September 2010
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Montagelager Fa. Blum, Höchst/Vorarlberg
Auftraggeber: Fa. Blum GmbH, Beschlägefabrik, Höchst/Vorarlberg
Bearbeitungszeitraum: 2002 / 2003
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Unmittelbar angrenzend an das bestehende Werk 2 war im Areal der Fa. Blum, Höchst, ein Montagelager (Hochregallager), inkl. zusätzlicher Büro- bzw. Verwaltungsräume, zu errichten. Die Abmessungen des Gebäudekomplexes können mit einer Länge von 113 m, einer Breite von 20 m und einer Gebäudehöhe von 22 m angegeben werden. Die Einbindung in das bestehen-
de Gelände beträgt maximal 4 m.
Aufgrund der geplanten Lagerung von metallischen Werkstoffen treten sehr hohe Lasten auf, die schadlos in den Unter-grund abgeleitet werden müssen.
BGG war mit der Betreuung des Bauvorhabens über sämtliche Planungs- und Ausführungsphasen in den Fachbereichen Geotechnik und Hydrogeologie beauftragt. Nach Auswertung von Aufschlüssen aus früheren Bauetappen bzw. bei benachbarten Objekten konnte die Bodenerkundung auf die Durchführung von Rammsondierungen beschränkt werden. Zusätzlich zur Fundierungsproblematik beim geplanten Neubau waren die Sicherung von bestehenden Objekten und Verkehrswegen sowie die Wasserhaltung zu bearbeiten. Im Anschluss an die geotechnische und hydrogeologische Begutachtung im Zuge der Einreichphase wurde eine baubegleitende geotechnische Kontrolle der Spezialtiefbauarbeiten durchgeführt. Fundierung des Montage-lagers:
Auf der Basis der Bodenaufschlüsse war unter einer bis zu 3,0 m mächtigen, weichen, bindigen Deckschichte eine lebhafte Wechselfolge von Kiesen und Sanden mit linsig eingelagerten Schichtgliedern von Schluffen und Sand-Schluff Gemischen zu erwarten. Wesentliche Erkenntnis aus den Aufschlüssen war eine erhebliche Variation der Lagerungsdichte zwischen sehr locker und locker bis mitteldicht. Als wirtschaftliche Gründungsvariante wurde eine Flachfundierung nach Durchführung einer Bodenverbesserung mittels Rütteldruckverdichtung empfohlen und auch ausgeführt. Mit Hilfe dieser Spezialtiefbaumethode konnte eine Homogenisierung des Lasteinleitungsbereiches sowie eine Verbesserung der Lagerungsdichte bzw. der Verformungs- und Tragfähigkeitseigenschaften erreicht werden. Die Errichtung eines standsicheren und gebrauchstauglichen Bauwerkes war somit gewährleistet.

Montagelager
im Rohbau
Stand Oktober 2003