Die durch die Öffnung der Ostgrenzen rasant anwachsenden
Verkehrsströme machen einen Ausbau des Straßennetzes in Ostösterreich unabdingbar.
In diesem Zusammenhang wird dem Bau der A5 höchste Priorität zugewiesen.
Im Zuge des 23,3 km langen 1. Bauabschnittes Eibesbrunn - Schrick sollen, zusätzlich
zur vierspurigen Autobahn, sieben Anschlussstellen, ein Tunnel
(500 m Länge) sowie 29 Objekte realisiert werden. |
Für die Beschaffung der Grundlagen wurden durch BGG zunächst Erhebungen vor Ort und bei Behörden durchgeführt. Anschließend sind direkte
Bodenaufschlüsse (Bohrungen, Rammsondierungen, Sondierschlitze) samt hydraulischer
Versuche geplant, betreut und ausgewertet worden.
Auf der Basis dieser Ergebnisse konnte der Fachbeitrag Geologie, Hydrogeologie und
Geotechnik für das Trassenfestlegungs- und UVP-Verfahren erstellt werden. Dieser
beinhaltet einerseits die Festlegung erdbaulicher Maßnahmen und Empfehlungen zur
Fundierung der Objekte. Andererseits wird die Beeinflussungsintensität der Baumaßnahmen
auf das Schutzgut Grundwasser sowie die Restbelastung gemäß UVP-Gesetz dargelegt. |
Talquerungen Pellendorfer Graben und Weidenbach:
Für die Talquerungen Pellendorfer Graben und Weidenbach sind Bauwerke mit Längen
von 150 m projektiert. Im Bereich der geplanten
Fundamente stehen bis in eine Tiefe
von 8 m Ausedimente weicher Konsistenz an.
Das Grundwasser liegt in gespannter
Form mit geländenahem Druckniveau vor. Die hohen Bauwerkslasten machen im Verein mit
den ungünstigen Baugrundeigenschaften eine Tieffundierung unumgänglich notwendig.
Zusätzlich ist im Bereich der Anschlussdämme (Höhe bis 10 m) eine Bodenverbesserung
mittels des Verfahrens der Rüttelstopfverdichtung vorgesehen.
Im Abschnitt um den Pellendorfer Graben sind außerdem Maßnahmen zur Vermeidung einer Beeinträchtigung des Grundwassers im Brunnenschutzgebiet der WVA Gaweinsthal - Bad
Pirawarth zu setzen. |