Nach Baufertigstellung des sechsspurigen Ausbaus der
West Autobahn (A1) im Abschnitt zwischen Amstetten und St. Valentin traten in mehreren
Abschnitten Böschungsinstabilitäten auf. Diese äußerten sich in Form von Erosionsrinnen,
Abrutschen des Mutterbodens sowie Abgleiten von tiefer reichenden Schollen.
Seitens des Geotechnikers sollte ein Konzept für die Sanierung der betroffenen Böschungen
sowie weiterer gefährdeter Bereiche erarbeitet werden. |
BGG ist nach dem Schadenseintritt als Bodengutachter
beigezogen worden. Zunächst wurden mittels einer detaillierten geologischen und
fotografischen Dokumentation Abrisskanten und
-flächen, Rissbildungen, Rutschkörper sowie vorhandene Vernässungszonen im Bearbeitungsbereich
erfasst.
Auf dieser Basis erfolgten die Bestimmung der Mechanismen der Rutschungen sowie
deren Ursachen.
In Abhängigkeit vom jeweiligen Versagensmechanismus konnten daraufhin gezielt Sanierungsmaßnahmen
festgelegt werden. |
Anschlussstelle Oed:
Beispielhaft soll im Detail der Bereich der Anschlussstelle Oed beschrieben werden.
Hier traten bei den Einschnittsböschungen beidseitig der Autobahn auf einer Länge
von 500 m zahlreiche tiefer greifende Schalenrutschungen auf. Diese wiesen Längserstreckungen
von bis zu 40 m, Tiefen von bis zu 5 m unter der ursprünglichen Böschungslinie sowie
Absackungen von bis zu 4 m auf. Darüber hinaus konnten über weite Bereiche Abrisse
der Grasnarbe festgestellt werden.
In Abhängigkeit vom Ausmaß und der Ursache der Rutschungen wurde seitens BGG die
Sanierung in Form von Steinverbauten (Steinsatz, Böschungspflaster), dreidimensionalem
Böschungsgitter (vernagelt)
bzw. Kokosfasermatten vorgeschlagen, die dann auch zur
Ausführung gelangten. |