Der "Knoten Rohr" ist Teil der Hoch-leistungsstrecke
Wien - Salzburg und stellt das westliche Verknü- pfungsbauwerk zwischen der Güterzugumfahrung
St. Pöl- ten (GZU) und der beste- henden Westbahntrasse dar.
Das Erfordernis von niveau- freien Gleisquerungen machte im gegenständlichen Projektsabschnitt
zwei Unterwerfungen notwendig. Um die Bauwerke optimal in das Landschaftsbild einzufügen,
schneiden die Gleise tief in das Gelände ein. Bedingt durch das hoch anstehende
Grundwasser, waren zahlreiche Tunnel- und Wannenbauwerke zu realisieren.
Die Wände wurden dabei über weite Bereiche als Kombination aus Bohrpfahl- (Baugrubensicherung)
und Ortbetonwänden ausgeführt. |
Durch BGG wurde im Rahmen dieses Projektes die geo- technische
und hydrogeo- logische Gutachtertätigkeit während der gesamten Planungs- und Ausführungs- phasen
durchgeführt. Nach kaufmännischer und fach- technischer Betreuung mehrerer Bodenaufschluss- kampagnen
wurden Geotech- nisch-Geohydrologische Gutachten für die Phase der Eisenbahnrechtlichen
Einreichung erstellt. In diesem Zusammenhang sind auch umfangreiche Grund- wasserkommunikationsmaß- nahmen
geplant und dimen- sioniert worden.
Während des Baus erfolgt u.a. die geotechnische und hydrogeologische Begutach- tung
vor Ort, die Prüfung des Detailprojektes aus geotech- nischer Sicht, die Bemessung
von Stützkonstruktionen sowie die Baugeologische Dokumentation. Außerdem werden
zahlreiche geodäti- sche Messpunkte sowie 33 Inklinometermessstellen (überwiegend
Bohrpfahlinkli- nometer) überwacht. |
Tunnel- und Wannenbauwerke:
Besonderes Augenmerk musste der Bemessung der Tunnel- und Wannenbau- werke geschenkt
werden, da neben beachtlichen Objekts- höhen auch ein hohes Grundwasserniveau zu berücksichtigen
war. Bereichsweise waren zur Auftriebssicherung Zug- pfähle anzuordnen.
Als besonders kritisch stellte sich der rutschanfällige, verwitterte Oligozänschlier
heraus, der über weite Strecken im Bereich der, aus Bohrpfählen hergestellten, Wannenwände
ansteht. Durch den laufenden Ver- gleich der prognostizierten Verschiebungen mit den
in den Bohrpfahlinklinometern gemessenen, ist die tatsächliche Standsicherheit des
Bauwerkes zutreffend eingeschätzt worden.
Auf dieser Basis wurde der Bauablauf optimal gesteuert. Dadurch konnten kritische
Zustände vermieden und eine wirtschaftliche Optimierung erzielt werden. |