Im Südosten Wiens soll die seit dem zweiten Weltkrieg
unterbrochene Verbindung zwischen der Donauländebahn und der Donauuferbahn wieder
geschlossen werden.
Das Herzstück dieser ca. 8 km langen Strecke bildet die neu zu errichtende zweifeldrige
Brücke über den Donaukanal und über den Freudenauer Hafen, die eine Gesamtlänge
von 170 m aufweist. Darüber hinaus sind zahlreiche Brückenobjekte herzustellen bzw.
zu adaptieren. In diesem Zusammenhang erfolgen außerdem der Neubau des Bahnhofes
Albern sowie Einbindungen von mehreren Anschlussbahnen. |
BGG obliegt bei diesem Projekt die geotechnische und hydrogeologische Beratung während der gesamten Planungs- und Ausführungsphasen.
Hierfür erfolgte zunächst die Festlegung, Koordination und Auswertung von Bodenaufschlussarbeiten
und bodenphysikalische Laboratoriums-untersuchungen.
Darauf aufbauend ist ein Geotechnisch-Hydrogeologisches Gutachten für die Eisenbahnrechtliche
Einreichung erarbeitet worden.
Im Zuge der Detail- und Ausschreibungsplanung arbeitet
BGG intensiv bei der Festlegung der Fundierung, der Baugrubensicherung und der Wasserhaltung
mit. Auf letztere ist aufgrund der Nahelage zu den Oberflächengewässern besonders
Bedacht zu nehmen. |
Brücke über Donaukanal und Hafen:
Die Brücke über den Donaukanal und über den Freudenauer Hafen weist Spannweiten
von 93 m bzw. 77 m auf. Die daraus resultierenden hohen Lasten sollen über Tiefgründungselemente
(Bohrpfähle) in den Untergrund abgeleitet werden. Im Bereich der Widerlager stehen
bis ca. 25 m unter Gelände quartäre Kiese an. Darunter setzt das gut tragfähige
Tertiär ein. Auf der Basis der detaillierten Bodenerkundung und der Laborergebnisse
wurden seitens BGG Kennwerte für die Pfahlbemessung festgelegt, bei denen eine Einbindung
in das Tertiär nicht erforderlich ist. Dadurch kann eine wirtschaftliche und ausreichend
standsichere Fundierung sichergestellt werden. |