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Montag, 06. September 2010
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L 200 Bregenzerwald Straße,
Anschluß A 14 / L 190 - Schwarzach
Auftraggeber: Amt der Vorarlberger Landesregierung
Bearbeitungszeitraum: seit 1989 (Planung) bzw. 2004 (Bau)
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Die Orte des Bregenzer-waldes sollen vom Rheintal aus verkehrstechnisch besser erschlossen werden. Zu diesem Zweck wird die Bregenzerwald Straße
(L 200), ausgehend vom Autobahnanschluss Dornbirn Nord der A 14, über eine Länge von 2,0 km bis zu dem in Bau befindlichen Achraintunnel neu errichtet. Die Nivellette der Straße verläuft dabei abschnitts-weise bis zu 1,5 m über dem ursprünglichen Gelände-niveau. Aufgrund des bekannt ungünstigen Untergrundaufbaus infolge tiefreichender, mächtiger Torfbodenzonen und breiiger Seetonablagerungen waren - zur Gewährleistung einer ausreichenden Standsicher-heit des Dammes sowie zur Minimierung von lang anhaltenden Setzungen - Sondermaßnahmen von vorne herein als unerlässlich zu erachten.
Durch BGG wurde die geotechnische und hydrogeologische Beratung während der gesamten Planungs- und Ausführungs-phase durchgeführt. Im Rahmen dieser Tätigkeiten sind zunächst Bodenauf-schlussarbeiten sowie bodenphysikalische Labor-atoriumsuntersuchungen festgelegt, überwacht und ausgewertet worden. Auf dieser Basis erfolgte die Erarbeitung von Boden-mechanischen bzw. Geotechnischen Gutachten zur Strecke sowie zu Objekten. Während des Baues wird die begleitende geotechnische und hydrogeologische Beratung wahrgenommen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf die Interpretation der zahlreichen baubegleitenden Messungen (Festlegung der Schüttabfolgen und Liegezeiten) hinzuweisen, die für ein ausreichend standsicheres und ein wirtschaftlich errichtetes Bauwerk entscheidend ist. Sondermaßnahmen Freie Strecke:
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stand-sicherheit und Gebrauchs-tauglichkeit im Bereich der stark zusammendrückbaren und gering standfesten Untergrundschichten wurden seitens BGG folgende Sondermaßnahmen untersucht:
  • Überschüttungen als Vorbelastung
  • Bodenaustausch
  • Dynamische Intensiv-verdichtung
  • Leichtdamm
  • Pfahldamm, Moor-brücke
  • Bodenverbesserung mittels Rüttelstopf-verdichtung
  • Bodenverbesserung mittels Sanddrains

Auf der Basis dieser Untersuchungen erfolgte seitens des Bauherrn eine Evaluierung vor allem hin-sichtlich der Wirtschaftlich-keit. Letztendlich wurde im überwiegenden Strecken-abschnitt die Methode der Überschüttung als Vorbe-lastung zur Setzungsvor-wegnahme und - untergeordnet - eine Boden-verbesserung mittels Rüttelstopfverdichtung ausgeführt.
Die eingetretenen Setzungen aus der Vorbe-lastung betrugen 2,0 m bis 2,5 m.


Bereich Vorschüttung
(Entwässerungsgraben und
geodätische Messpunkte
sichtbar)
Stand April 2006