Die Orte des Bregenzer- waldes sollen vom Rheintal aus verkehrstechnisch besser erschlossen
werden. Zu diesem Zweck wird die Bregenzerwald Straße
(L 200), ausgehend vom Autobahnanschluss Dornbirn Nord der A 14, über eine Länge
von 2,0 km bis zu dem in Bau befindlichen Achraintunnel neu errichtet. Die Nivellette
der Straße verläuft dabei abschnitts- weise bis zu 1,5 m über dem ursprünglichen
Gelände- niveau. Aufgrund des bekannt ungünstigen Untergrundaufbaus infolge tiefreichender,
mächtiger Torfbodenzonen und breiiger Seetonablagerungen waren - zur Gewährleistung
einer ausreichenden Standsicher-heit des Dammes sowie zur Minimierung von lang anhaltenden
Setzungen - Sondermaßnahmen von vorne herein als unerlässlich zu erachten. |
Durch BGG wurde die geo- technische und hydrogeolo- gische Beratung
während der gesamten
Planungs- und Ausführungsphase durchge- führt. Im Rahmen dieser Tätigkeiten sind
zunächst Bodenaufschlussarbeiten sowie bodenphysikalische Laboratoriumsuntersuchungen
festgelegt,
überwacht und ausgewertet worden. Auf dieser Basis erfolgte die Erarbeitung
von Bodenme- chanischen bzw. Geotechni- schen Gutachten zur Strecke sowie zu Objekten.
Während des Baues wird die begleiten- de geotechnische und hydro- geologische Beratung
wahr- genommen. In diesem Zusam- menhang ist insbesondere auf die Interpretation der
zahl- reichen baubegleitenden Messungen (Festlegung der Schüttabfolgen und Liege- zeiten)
hinzuweisen, die für ein ausreichend standsiche- res und ein wirtschaftlich errichtetes
Bauwerk ent- scheidend ist. |
Sondermaßnahmen Freie Strecke:
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stand- sicherheit und Gebrauchs- tauglichkeit
im Bereich der stark zusammendrückbaren und gering standfesten Untergrundschichten
wurden seitens BGG folgende Sondermaßnahmen untersucht:
- Überschüttungen als Vorbelastung
- Bodenaustausch
- Dynamische Intensiv-verdichtung
- Leichtdamm
- Pfahldamm, Moor-brücke
- Bodenverbesserung mittels Rüttelstopf-verdichtung
- Bodenverbesserung mittels Sanddrains
Auf der Basis dieser Untersuchungen erfolgte seitens des Bauherrn eine Evaluierung
vor allem hin- sichtlich der Wirtschaftlich- keit. Letztendlich wurde im überwiegenden
Strecken- abschnitt die Methode der Überschüttung als Vorbe- lastung zur Setzungsvor- wegnahme
und - unterge- ordnet - eine Bodenverbes- serung mittels Rüttelstopf- verdichtung ausgeführt.
Die eingetretenen Setzun- gen aus der Vorbelastung betrugen 2,0 m bis 2,5 m.
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