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Sonntag, 19. Mai 2013
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Hochleistungsstrecke Wien - Salzburg,
Abschnitt Asten - Linz
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1998
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Der 7,8 km lange Eisenbahn-Hochleistungsstrecken-abschnitt Asten - Linz/ Kleinmünchen beinhaltet im Wesentlichen die Zulegung von zwei Gleisen. In diesem Zusammenhang sind u.a. folgende Baumaßnahmen durchzuführen:
  • 2 Bahnhofsumbauten
  • 3 Haltestellenneu- bzw. -umbauten
  • 5 Personentunnel,
    3 Bachbrücken
  • 3 neueTraunbrücken
  • 2 Überwerfungs-bauwerke
  • 9 Straßen- bzw. Straßenbahnunter-führungen
  • 16 Stützmauern

Im gesamten Abschnitt verlaufen die neuen Gleise parallel und in Nahelage zur bestehenden Westbahn-strecke, sodass sämtliche Arbeiten unter Berück-sichtigung des Verkehrs in mehreren Bauphasen durchzuführen sind. In diesem Zusammenhang ist eine Vielzahl an gleis-parallelen Baugruben-sicherungsmaßnahmen erforderlich. Im Bereich der Unterwerfungen liegen bis zu sechs Bestandsgleise vor, von denen maximal ein Gleis außer Betrieb genommen werden darf.

Seitens BGG werden bei diesem Projekt die Belange der Geotechnik und Hydrogeologie während der gesamten Planungs- und Ausführungs-phasen bearbeitet. Aufbauend auf den Ergebnissen einer Untergrunderkundungs-kampagne sowie Erhebungen vor Ort und bei Behörden wurden Geotechnische und Hydrogeologische Gutachten für die Eisenbahnrechtliche Einreichung und für die Ausschreibungen erstellt. Während der Bauausführung sind durch BGG unter anderem zahlreiche Baugrubensicherungsmaß-nahmen zu dimensionieren bzw. zu prüfen und Begutachtungen vor Ort durchzuführen. Außerdem erfolgen geotechnische Messungen bzw. deren Planung und Interpretation, eine geologische Dokumentation sowie eine hydrogeologische Beweis-sicherung. Bohrpfahlwand AL150:
Um für eine Linien-begradigung Platz zu schaffen, musste der Schiltenberg weiter ange-schnitten werden. Dies machte eine Stütz-konstruktion mit einer freien Standhöhe von bis zu 14 m unmittelbar unterhalb der bestehenden Bundesstraße B1 erforderlich. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Planer wurde das Konzept einer dreifach verankerten, aufgelösten Bohrpfahlwand erarbeitet. Die Bohrpfähle
(Ø 120 cm) weisen dabei Achsabstände von 2,4 m auf und sind mit Spritzbeton ausgefacht. Pro Anker-horizont waren bis zu drei Anker erforderlich. Aufgrund einer zutreffenden Ein-schätzung des Untergrundes, einer professionellen geologischen Dokumentation im Zuge des Baues sowie einer geo-technischen Überwachung mittels Inklinometern und geodätischer Messungen konnte das Objekt ohne Probleme errichtet werden.

Bohrpfahlwand AL 150
(Blick von Westen)
Stand April 2006