Um das ansteigende Verkehrsaufkommen in Zukunft bewältigen zu können, wird im Zentralraum
Salzburg das Schnellbahn-Netz erweitert. Dafür wird die bestehende Schienen-Infrastruktur
zwischen Salzburg - Golling,
Salzburg - Saalachbrücke/ Freilassing und Salzburg - Strasswalchen genutzt bzw.
ausgebaut. In diesem Zusammenhang sind 12 neue Haltestellen, zahlreiche Brücken-,
Unterführungs- und Wannenobjekte sowie Stützkonstruktionen neu zu errichten bzw.
zu adaptieren. Außerdem wird der Abschnitt Salzburg Hauptbahnhof - Saalach-brücke/Freilassing
dreigleisig ausgebaut. Im gesamten Abschnitt verlaufen die neuen Gleise parallel und in Nahelage zum Bestand, sodass sämtliche Arbeiten unter Berücksichtigung der
stark befahrenen Bestands-strecken durchzuführen sind. |
Durch BGG wird die geo-technische und hydrogeo-logische Beratung für sämtliche Projektabschnitte
durchgeführt. Dabei
wurden auf der Basis der Ergebnisse von Untergrunderkundungen
Geotechnisch-Hydrogeologische Gutachten für die Eisenbahnrechtlichen Einreichungen
und für die Ausschreibungsprojekte verfasst. In der Phase der Bauausschreibung war
seitens BGG eine intensive Mitarbeit aufgrund des anspruchsvollen Unter-grundes
sowie der zahl-reichen Grundwasser-haltungs- und Baugruben-sicherungsmaßnahmen von
maßgebender Bedeutung. Während des Baues erfolgen die geotechnische Betreuung, die
Mitarbeit bei der Planung der Baugrubensicherungen und Grundwasser-haltungsmaßnahmen,
die geotechnische Planprüfung sowie eine hydrogeologische Beweissicherung. |
Salzachbrücke:
Eine besondere Herausforderung stellt der Neubau der Salzachbrücke unter aufrechtem
Verkehr auf zwei Gleisen dar. Hierfür werden in einem komplexen Bauablauf eine eingleisige
und eine zweigleisige Brücke errichtet. Die Flusspfeiler sind zum Teil unter der bestehenden Brücke in der Salzach herzustellen. Die Bauwerkslasten werden über Bohrpfähle
(Ø 120 cm) in die tragfähige Moräne abgeleitet, die entlang der Brücke von 10 m
auf 30 m unter Höhe Pfahlrost abfällt. Dementsprechend sind Pfahllängen zwischen
15 m und 35 m erforderlich. Die Baugrubenumschließung im Flussbett erfolgte mittels Spundwänden, die in den nahezu undurchlässigen Seeton einbinden, der zwischen dem
oberflächlich anstehenden quartären Kies und der Moräne auftritt. Es kann nur im
Winter während Niedrigwasserperioden gebaut werden. Um die Hochwassersicherheit
auch im verminderten Flussquerschnitt zu gewährleisten, war vorab eine großflächige
Sohl-sicherung erforderlich. |