Das gegenständliche Projekt umfasst einen 4,7 km langen, zweigleisigen Bahn-ausbau mit
Linienbegradigung. Hauptbau-werke sind der 3,0 km lange, überwiegend bergmännisch zu
errichtende, Schloßalmtunnel und die 136 m lange Angerschluchtbrücke, die in Form einer
neunfeldrigen Bogenbrücke ausgeführt wird.
Der Tunnel durchörtert hauptsächlich Gesteine der Unteren und Peripheren Schieferhülle
des Penninikums der Hohen Tauern mit einer Überlagerungshöhe zwischen 30 m und 145 m.
Etwa ein Drittel der Tunnelstrecke durchquert dabei eine großräumige Massenbewegung
(Bergsturzmasse). |
BGG Consult ist im gegenständlichen Projektabschnitt seit 1992 tätig. 1994 wurde auf
der Basis umfangreicher Untergrundaufschlüsse eine Projekt-variante entlang der
Bestandstrasse geologisch und geotechnisch beurteilt.
Im Jahre 2004 ist ein Gutachten zur Geologie, Hydrogeologie und Geotechnik für die
Einreichung zur Trassenverordnung des nunmehr aktuellen Tunnelprojektes erstellt
worden. Für die derzeit im Bau befindliche Angerschluchtbrücke wurden im Rahmen
der Eisenbahnrechtlichen Einreichung und der Bauausschreibung Geotechnische Gutachten
erstellt.
Während der Bauausführung wird im Zuge von Baustellenbesuchen die Ausführung der
Fundierungselemente betreut.
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Angerschluchtbrücke:
Aus geologischer bzw. geotechnischer Sicht war bei der Planung und Ausführung
zu gewährleisten, dass die hohen Punkt-lasten in den unverwitterten Fels abgeleitet
werden können. Beim Kämpferfundament Seite Schwarzach musste hierfür der oberflächlich
anstehende verwitterte Fels mehrere Meter abgetragen werden, was eine Unterfangung des
Fundamentes im Steilhang mittels verankertem Betonblock erforderlich machte.
Für die Vorlandstützen auf der Seite Badgastein waren Brunnenfundamente bis in eine
Tiefe von 12 m abzuteufen. |