Das Baulos LT 31 der Verbindungsstrecke zwischen West-, Süd- und Donauländebahn
(Lainzer Tunnel) umfasst einen - 3050 m langen, zweigleisigen Tunnel, der in bergmänni- scher
Bauweise hergestellt wird. Er verläuft zum Teil unter einer bestehenden Bahntrasse und
zum Teil unter städtischer Verbau- ung. Der Tunnel wird von zwei vertikalen Startschäch- ten
aus jeweils nach beiden Seiten aufgefahren. Die Tunnelüberlagerung schwankt
zwischen 6,0 m und 26 m.
Das Bauwerk kommt in miozänen Sedimenten des Wiener Beckens zu liegen, die als lebhafte
Abfolgen von Sanden, örtlich auch Kiesen, Schluff-Tonen sowie Zonen von Sandsteinen und
Konglomeraten beschrieben werden können. Grundwasser tritt in einer Druckhöhe von bis
zu 10 m über Tunnelfirste in mehreren Stockwerken auf. |
Die Bearbeitung des Projektes in den Fachbereichen Geolo- gie, Geotechnik und Geohy- drologie
wurde bzw. wird durch BGG Consult unmittel- bar nach der Trassenauswahl bis zur Baufertigstellung
wahrgenommen. Auf der Basis von Untergrunderkun- dungen sind Geotechnische und Geohydrologische
Gutachten erstellt worden.
Während des Baues erfolgen die geologische, hydrogeolo- gische und geotechnische Beratung,
die Durchführung und Auswertung der Inklino- metermessungen sowie die Festlegung und Steuerung
der Grundwasserabsenkungs- maßnahmen. Außerdem obliegt BGG Consult die baugeologische Dokumenta- tion
der Schächte und des Tunnels für den Bauherrn.
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Grundwasserhaltungs- maßnahmen:
Um stabile Bodenverhältnis- se im Umfeld des Tunnels und der Schächte zu erzie- len, müssen
die wasserfüh- renden Schichten entwäs- sert bzw. druckentspannt werden. Die Grundwasser- haltung
erfolgt überwiegend mittels Vertikalfilterbrunnen von Obertage. Bei deren Planung musste
hinsichtlich Anordnung der Filterstrecke, Schlitzweite und Wahl des Brunnensystems (gravitativ bzw.
vakuum) genauestens auf die Schichtung des Untergrundes und die ver- schiedenen Grundwasser- stockwerke
geachtet werden. Es sind derzeit insgesamt 120 Vertikalfilter- brunnen mit Tiefen von bis zu 50 m
ausgeführt bzw. geplant.
Restwässer bzw. kleinräumi- ge wasserführende Schich- ten werden mittels Entwäs- serungslanzen bzw.
in Bohrungen versetzten Filterrohren (jeweils mit oder ohne Vakuumbeaufschla- gung) im Zuge der
Aushübe bzw. Vortriebe gefasst.
Die Messdaten (Fördermen- gen, Wasserstände in den Beobachtungspegeln) wer- den automatisch
registriert und können über Internet in Echtzeit abgerufen werden.
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