Im westlichen Stadtgebiet von Linz soll zur Entlastung verschiedener Zufahrtsstra- ßen und zur Verbesserung
der Umweltsituation eine zweite Autobahnverbindung von Süden nach Norden hergestellt werden. Der gegenständliche
Projektab- schnitt umfasst das 4,6 km lange Teilstück zwischen dem bestehenden Knoten Linz / Hummelhof (A 7) und der
Anschlussstelle Donau Nord am nördlichen Donau- ufer. Die Ausführung erfolgt großteils als Unterflurtrasse bzw. als
Tunnel in geschlos- sener Bauweise. In diesem Abschnitt kommen außerdem die 200 m lange Westbrücke über die Westbahn
(Schräg- seilbauweise), die 300 m lange Donaubrücke sowie fünf Anschlussstellen zu liegen.
Das Autobahnteilstück quert ein dicht besiedeltes Stadt- gebiet.
|
BGG Consult wurde - in ARGE mit dem Labor ESW Consul- ting WRUSS ZT-GmbH - mit der Bearbeitung der Fachbe- reiche Geologie,
Bodenme- chanik, Altlasten und Kriegs- mittelverdachtsflächen in der Projektsphase UVP und Ein- reichung beauftragt.
Dabei wurden auf der Basis der Untergrunderkundung aus dem Vorprojekt, Kartierungen vor Ort und Erhebungen bei Behörden,
Fachbeiträge für die UVP-Einreichung sowie Geotechnische Gutachten zu den Brücken, Unterflurab- schnitten und bergmänni- schen
Tunneln erstellt.
|
Donaubrücke:
Das statische System der Donaubrücke entspricht einer echten, d.h. erdveran- kerten, Hängebrücke. Auf- grund der topografischen
und geologischen Randbe- dingungen werden die Trag- seile - ohne Anordnung von Pylonen - direkt an den beidseitig vorhandenen
Steilufern verankert.
Hierfür war seitens des Fachbereiches Geologie und Bodenmechanik eine beson- ders intensive Erkundung des Umfeldes der
Abspann- punkte erforderlich, um die Ableitung der hohen und konzentrierten Lasten in den Untergrund zu gewährleis- ten.
Letztere soll mittels Frei- spielankern (Litzenankern) mit Längen von bis zu 55 m erfolgen, wobei pro Anker eine Last von 2 MN
abgelei- tet werden kann.
|