Das erste österreichische Public Private Partnership (PPP) Straßenbauprojekt umfasst 51,5 km Straßen- neubau
im Osten Öster- reichs. Drei Schnellstraßen- abschnitte (S1 West, S1 Ost und S2) umfahren dabei das Wiener
Stadtgebiet im Norden. Der Südabschnitt der Autobahn A5 zweigt im Bereich Eibesbrunn nach Norden ab und
verbindet das Einzugsgebiet von Mistel- bach mit der Bundeshaupt- stadt Wien.
Das Konzessionsprojekt mit einer Laufzeit von 33 Jahren beinhaltet Finanzierung, Planung, Bau, Betrieb und
Erhaltung. Im Rahmen des Projektes sind 51,5 km meist vierspuriger Autobahnen mit sechs Tunneln in offener
Bauweise (Gesamtlänge 7,0 km), 1,4 km bergmänni- schem Tunnel, 74 sonstigen Ingenieurbauwerken, 14 Anschlussstellen,
zwei Raststätten und zahlreichen Lärmschutzwänden zu errichten.
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BGG Consult war bereits im Rahmen des UVP-Verfahrens und der Einreichung zur Bau- genehmigung mit der geo- technischen
und hydrogeo- logischen Bearbeitung durch die Niederösterreichische Landesregierung beauftragt. Hierfür wurden
Untergrund- erkundungsarbeiten betreut, ausgewertet und Geotech- nische bzw. Hydrogeologi- sche Gutachten ausgearbei- tet.
Die nunmehr durch die aus- führende Arbeitsgemeinschaft beauftragten Leistungen um- fassen eine geotechnische und
hydrogeologische Baube- gleitung. Diese beinhaltet eine Optimierung von Fundie- rungen, Baugrubensicherun- gen und
Wasserhaltungskon- zepten sowie die Überwa- chung und Steuerung der umfangreichen Erdbauarbei- ten.
Außerdem obliegt BGG Con- sult die hydrogeologische Beweissicherung.
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Bauen im Grundwasser:
In den Abschnitten der S1 kommen unter anderem die Umweltschutztunnel (UST) Stetten und Kreuzenstein sowie die
Unterführungen der Nordbahn und der Bahnstrecke Wien - Laa/ Thaya zu liegen. Hierfür sind Bauwerke unterhalb des
Grundwasserspiegels zu errichten. Im Falle des UST Stetten erfolgte die Grund- wasserhaltung mittels offener Methoden
und Entspannungspegeln zur Vermeidung eines Sohlauf- bruches. Der UST Kreuzen- stein wird im Schutze von Spundwandkästen
mit innen liegender Wasserhaltung (Bohrbrunnen) errichtet. Diese Methode kam auch beim S2-Tunnel und bei der Querung
der Bahnstrecke Wien - Laa/Thaya zur Anwendung.
Bei der Unterfahrung der Nordbahn konnte aufgrund des fehlenden Grundwasser- stauers bis in eine Tiefe von 25 m der
Aquifer nicht mit- tels Spundwänden abge- sperrt werden. Daher kam eine Unterwasserbetonsohle zwischen Spundwänden zur
Ausführung. Die Auftriebs- sicherung erfolgte mit duk- tilen Stahlrammpfählen.
Im Vorfeld der Maßnahmen sind numerische Grundwas- sermodellberechnungen zur Abschätzung der Auswirkun- gen auf das
hydrogeologi- sche Umfeld durchgeführt worden.
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