Die Koralmbahn soll die Städte Graz und Klagenfurt mit einer neuen, 124 km langen Hochleistungsstrecke verbinden.
Entlang dieses
24 km langen Projektsab- schnittes sind, neben zahlreichen Brückenobjek- ten, auch eine Unterflurtras- se
einer Gesamtlänge von 5,2 km sowie eine weit ge- streckte Unterführung unter der A9 Pyhrn Autobahn in offener Bauweise
geplant. Außerdem kommt in diesem Abschnitt der Hengsberg- tunnel mit einer Gesamtlän- ge von 1,7 km zu liegen, wobei
1,0 km in Geschlosse- ner Bauweise und die ver- bleibenden Bereiche in Offener Bauweise bzw. Deckelbauweise im Schutze
von Bohrpfahlwänden hergestellt werden.
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BGG Consult begleitet diesen Projektsabschnitt in den Fachbereichen Geotechnik, Hydrogeologie und Geologie seit der
Grundbearbeitung. Zunächst wurden Fachbei- träge für die Trassenauswahl erstellt. Für die Umweltver- träglichkeitserklärung
erfolgte die Grundlagenerarbeitung mit Vorlage des Fachbeitrages Grund- bzw. Bergwasser, inklusive Geologie. In weiterer
Folge wurden auf der Basis intensiver Untergrunderkun- dungen die Unterlagen für die Eisenbahnrechtliche Einrei- chung sowie
Gutachten für die Bauausschreibung erar- beitet.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Baube- treuung. Diese beinhaltet eine Optimierung
von Fundie- rungen, Baugrubensicherun- gen und Wasserhaltungskon- zepten sowie die Überwa- chung und Steuerung der umfangreichen
Erdbauarbei- ten.
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Offene Bauweise Hengsberg Süd:
Am Südende des Hengsberg- tunnels stehen im Tunnel- querschnitt über eine Länge von 600 m Deckschichtma- terialien bzw. stark
verwit- tertes "Miozän" an. Darüber hinaus wurden oberhalb der Tunneltrasse Hangbewegun- gen registriert. Aufgrund dieser
ungünstigen Bau- grundsituation und zur Vermeidung weiträumiger temporärer Einschnitte wurde schon im Vorfeld - gemeinsam
mit dem Tunnel- planer - die Errichtung eines Tunnels in Offener Bauweise im Schutze eines Bohrpfahl- verbaus als zweckmäßigste
Baumethode ausgewählt. Über 400 m Länge wird dabei ein Gewölbequerschnitt (s. Foto) und über 200 m Länge ein Kastenquerschnitt
in Deckelbauweise ausgeführt. Die Grundwasserkommunika- tion wird mittels unter dem Bauwerk angeordneten Fil- terschichten
bewerkstelligt.
Anhand des gegenständli- chen Bauabschnittes kann verdeutlicht werden, dass auch schwierige Baugrund- verhältnisse ohne
Kostener- höhungen und Zeitverzöge- rungen beherrscht werden können, wenn die Unter- grundverhältnisse - basie- rend auf einer
sorgfältigen Erkundung - im Vorfeld zutreffend eingeschätzt werden.
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