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Montag, 20. Mai 2013
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Koralmbahn Graz - Klagenfurt,
Abschnitt Feldkirchen - Wettmannstätten
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1996
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Die Koralmbahn soll die Städte Graz und Klagenfurt mit einer neuen, 124 km langen Hochleistungsstrecke verbinden. Entlang dieses
24 km langen Projektsab-
schnittes sind, neben zahlreichen Brückenobjek-
ten, auch eine Unterflurtras-
se einer Gesamtlänge von 5,2 km sowie eine weit ge-
streckte Unterführung unter der A9 Pyhrn Autobahn in offener Bauweise geplant. Außerdem kommt in diesem Abschnitt der Hengsberg-
tunnel mit einer Gesamtlän-
ge von 1,7 km zu liegen, wobei 1,0 km in Geschlosse-
ner Bauweise und die ver-
bleibenden Bereiche in Offener Bauweise bzw. Deckelbauweise im Schutze von Bohrpfahlwänden hergestellt werden.
BGG Consult begleitet diesen Projektsabschnitt in den Fachbereichen Geotechnik, Hydrogeologie und Geologie seit der Grundbearbeitung. Zunächst wurden Fachbei-
träge für die Trassenauswahl erstellt. Für die Umweltver-
träglichkeitserklärung erfolgte die Grundlagenerarbeitung mit Vorlage des Fachbeitrages Grund- bzw. Bergwasser, inklusive Geologie. In weiterer Folge wurden auf der Basis intensiver Untergrunderkun-
dungen die Unterlagen für die Eisenbahnrechtliche Einrei-
chung sowie Gutachten für die Bauausschreibung erar-
beitet.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Baube-
treuung. Diese beinhaltet eine Optimierung von Fundie-
rungen, Baugrubensicherun-
gen und Wasserhaltungskon-
zepten sowie die Überwa-
chung und Steuerung der umfangreichen Erdbauarbei-
ten.
Offene Bauweise
Hengsberg Süd:

Am Südende des Hengsberg-
tunnels stehen im Tunnel-
querschnitt über eine Länge von 600 m Deckschichtma-
terialien bzw. stark verwit-
tertes "Miozän" an. Darüber hinaus wurden oberhalb der Tunneltrasse Hangbewegun-
gen registriert. Aufgrund dieser ungünstigen Bau-
grundsituation und zur Vermeidung weiträumiger temporärer Einschnitte wurde schon im Vorfeld - gemeinsam mit dem Tunnel-
planer - die Errichtung eines Tunnels in Offener Bauweise im Schutze eines Bohrpfahl-
verbaus als zweckmäßigste Baumethode ausgewählt. Über 400 m Länge wird dabei ein Gewölbequerschnitt (s. Foto) und über 200 m Länge ein Kastenquerschnitt in Deckelbauweise ausgeführt. Die Grundwasserkommunika-
tion wird mittels unter dem Bauwerk angeordneten Fil-
terschichten bewerkstelligt.
Anhand des gegenständli-
chen Bauabschnittes kann verdeutlicht werden, dass auch schwierige Baugrund-
verhältnisse ohne Kostener-
höhungen und Zeitverzöge-
rungen beherrscht werden können, wenn die Unter-
grundverhältnisse - basie-
rend auf einer sorgfältigen Erkundung - im Vorfeld zutreffend eingeschätzt werden.

Offene Bauweise
Hengsberg Süd
(Abschnitt mit
Gewölbequerschnitt):
Herstellung der
Sohlplatte im Schutze
eines Bohrpfahlkastens
mit temporärer Aussteifung
Stand Juni 2009