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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Arlbergstrecke, Erneuerung Innbrücke Landeck
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Bearbeitungszeitraum: 2006 bis 2009
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Im Rahmen des Projektes wurde die seit 1883 beste-
hende Stahlfachwerkbrücke der ÖBB über den Inn in Landeck, Tirol, durch eine Stahlbogenbrücke ersetzt. Außerdem waren die an die Brücke anschließenden Viadukte zu sanieren und Lärmschutzmaßnahmen im Brücken- und Dammbereich umzusetzen.
Die neue Bogenbrücke weist eine Gesamtlänge von 64 m und eine Breite von 7 m auf. Die Neigung der Nivelette beträgt 25 ‰. Das Brü-
ckengewicht beläuft sich mit 1400 t in etwa auf das fünf-
fache der ursprünglichen Konstruktion. Aufgrund einer nur begrenzt möglichen Streckensperre wurde die neue Brücke 10 m südlich des Bestandes auf proviso-
rischen Fundamenten bzw. Widerlagern vorbereitet und - nach Abtrag der Bestands-
brücke - im Zuge einer 16-tägigen Sperre eingescho-
ben.
BGG Consult war beim gegen-
ständlichen Projekt mit den Untersuchungen zum Erhal-
tungszustand der Bestands-
bauwerke sowie mit der geo-
technischen Betreuung be-
auftragt. In diesem Zusam-
menhang wurden zahlreiche vertikale und horizontale Auf-
schlussbohrungen im Mauer-
werksbereich der Viadukte sowie weitere Aufschlüsse im Gründungs- und Dammbereich abgewickelt.
Für die Bauausschreibung ist in laufender Abstimmung mit dem Tragwerksplaner unter Berücksichtigung der Auf-
schluss- und Laborergebnisse ein Geotechnisches Gutach-
ten - insbesondere zur Grün-
dung der Fundamente und Hilfsfundamente (Einschub-
bahnen) - verfasst worden.
Während der Bauausführung erfolgte die geotechnische Beratung des Bauherrn zur Ausführung von Spezialtief-
bauarbeiten, zur Beurteilung von Firmenalternativen bzw. zur Qualitätssicherung.
Gründung auf historisches Bestandswiderlager:
Aufgrund des Erfordernisses der Erhaltung der histori-
schen Widerlager musste das neue, wesentlich schwerere Bauwerk teilweise auf den Bestandsfundamen-
ten aufgelagert werden.
Dies stellte in geotechni-
scher Hinsicht eine beson-
dere Herausforderung dar, da einerseits der Untergrund unterhalb der Fundamente und andererseits der Zu-
stand des Mauerwerkes bei der Beurteilung zu berück-
sichtigen waren. Außerdem durften durch den Brücken-
neubau neben dem Bestand keine Verkantungen der Bestandsbrücke zugelassen werden.
Aus diesem Grund wurde für die neuen Kämpferfunda-
mente und die Hilfsfunda-
mente eine Tiefgründung mittels Bohrpfählen gewählt.
Die historischen Brückenbö-
gen konnten auf diese Weise ohne wesentliche Setzungen erhalten werden.


Ansicht der neuen
Stahlbogenbrücke vor der
bestehenden Fachwerkbrücke
im Bauzustand
Stand Juni 2009