Im Rahmen des Projektes wurde die seit 1883 beste- hende Stahlfachwerkbrücke der ÖBB über den Inn in Landeck, Tirol, durch eine
Stahlbogenbrücke ersetzt. Außerdem waren die an die Brücke anschließenden Viadukte zu sanieren und Lärmschutzmaßnahmen im Brücken-
und Dammbereich umzusetzen.
Die neue Bogenbrücke weist eine Gesamtlänge von 64 m und eine Breite von 7 m auf. Die Neigung der Nivelette beträgt 25 ‰. Das
Brü- ckengewicht beläuft sich mit 1400 t in etwa auf das fünf- fache der ursprünglichen Konstruktion. Aufgrund einer nur begrenzt
möglichen Streckensperre wurde die neue Brücke 10 m südlich des Bestandes auf proviso- rischen Fundamenten bzw. Widerlagern vorbereitet
und - nach Abtrag der Bestands- brücke - im Zuge einer 16-tägigen Sperre eingescho- ben.
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BGG Consult war beim gegen- ständlichen Projekt mit den Untersuchungen zum Erhal- tungszustand der Bestands- bauwerke sowie mit der
geo- technischen Betreuung be- auftragt. In diesem Zusam- menhang wurden zahlreiche vertikale und horizontale Auf- schlussbohrungen im
Mauer- werksbereich der Viadukte sowie weitere Aufschlüsse im Gründungs- und Dammbereich abgewickelt.
Für die Bauausschreibung ist in laufender Abstimmung mit dem Tragwerksplaner unter Berücksichtigung der Auf- schluss- und
Laborergebnisse ein Geotechnisches Gutach- ten - insbesondere zur Grün- dung der Fundamente und Hilfsfundamente (Einschub- bahnen) -
verfasst worden.
Während der Bauausführung erfolgte die geotechnische Beratung des Bauherrn zur Ausführung von Spezialtief- bauarbeiten, zur
Beurteilung von Firmenalternativen bzw. zur Qualitätssicherung.
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Gründung auf historisches Bestandswiderlager:
Aufgrund des Erfordernisses der Erhaltung der histori- schen Widerlager musste das neue, wesentlich schwerere Bauwerk teilweise
auf den Bestandsfundamen- ten aufgelagert werden.
Dies stellte in geotechni- scher Hinsicht eine beson- dere Herausforderung dar, da einerseits der Untergrund unterhalb der Fundamente
und andererseits der Zu- stand des Mauerwerkes bei der Beurteilung zu berück- sichtigen waren. Außerdem durften durch den Brücken- neubau
neben dem Bestand keine Verkantungen der Bestandsbrücke zugelassen werden.
Aus diesem Grund wurde für die neuen Kämpferfunda- mente und die Hilfsfunda- mente eine Tiefgründung mittels Bohrpfählen gewählt.
Die historischen Brückenbö- gen konnten auf diese Weise ohne wesentliche Setzungen erhalten werden.
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