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Samstag, 18. Mai 2013
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Koralmbahn Graz - Klagenfurt,
Abschnitt Bf. Lavanttal
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1996
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Unmittelbar an das Südpor-
tal des Koralmtunnels an-
grenzend, werden derzeit in Vorbereitung der Vortriebe für den Koralmtunnel Bau-
maßnahmen im 2,1 km langen Eisenbahn-Neubau-
abschnitt "Bf. Lavanttal" realisiert. Diese umfassen, neben umfangreichen Erd-
bauarbeiten, im Wesent-
lichen die Errichtung der Lavantbrücke, einer Stra-
ßenbrücke sowie die Umle-
gung der Regionalbahn Unterdrauburg - Wolfsberg auf 1,8 km Länge, mit Her-
stellung eines Überwer-
fungsbauwerkes im Portal-
bereich des Koralmtunnels.
Darüber hinaus werden die Lavant weiträumig umgelegt und Hochwasserschutz-
maßnahmen umgesetzt
BGG Consult begleitet diesen Projektsabschnitt in den Fachbereichen Geotechnik, Hydrogeologie und Geologie seit der Grundbearbeitung. Dabei wurden auf der Basis mehrerer Untergrunderkun-
dungskampagnen Fachgut-
achten für das Trassenaus-
wahlverfahren, die Umwelt-
verträglichkeitsprüfung, die Eisenbahnrechtliche Einrei-
chung sowie für die Bauaus-
schreibung erarbeitet.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Bau-
betreuung. Diese beinhaltet u.a. eine Dokumentation, Überwachung und Steuerung der Bohrpfahlarbeiten, die Optimierung von Fundierun-
gen und Böschungssicherun-
gen, die Überwachung und Steuerung der umfangreichen Erdbauarbeiten sowie eine messtechnische Überwa-
chung der Böschungen und Bohrpfahlwände mittels geo-
dätischer Messpunkte und Inklinometern.
Böschungssicherungs-
maßnahmen Bereich Südportal Koralmtunnel:

Basierend auf den gewon-
nenen Untergrunddaten im Zusammenhang mit der Errichtung des Erkundungs-
tunnels Mitterpichling stehen im Bereich Südportal Kor-
almtunnel unter geringmäch-
tigen Deckschichtmaterialien miozäne Mühldorfer Schich-
ten an. Diese sind in den oberen Metern stark verwit-
tert und - insbesondere im Bereich druckgespannter Schichtwässer - als stark rutschanfällig einzustufen. Diese Bodenzone reicht zum Teil bis in den Tunnelquer-
schnitt.
Zur Vermeidung sehr hoher Böschungseinschnitte und zur Verminderung des geo-
technischen Risikos wurden die Böschungen bergseitig der, im Portalbereich que-
renden, Regionalbahn örtlich mittels verankerter Bohr-
pfahlwand gesichert. Außer-
dem wurde das Überwer-
fungsbauwerk auf vier Bohrpfahlreihen gegründet.

Blick auf das Südportal
Koralmtunnel; rechts
verankerte Bohrpfahl-
wand oberhalb der
Regionalbahntrasse
Stand November 2009