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Sonntag, 05. September 2010
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Hochleistungsstrecke  Wien - Salzburg,
Umbau  St. Pölten Hbf.
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: seit 2004
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Als Bahnhof der Landes-
hauptstadt von Niederöster-
reich kommt dem, an der Westbahn gelegenen, Hauptbahnhof St. Pölten eine große Bedeutung zu. Nachdem der Verkehrskno-
tenpunkt bereits vor Planungsbeginn an seine Kapazitätsgrenzen angelangt war, ist der Umbau wesent-
lich für die Entwicklung des Standortes.
Im Rahmen der Arbeiten werden die bestehenden Gleisanlagen erneuert und auf acht Durchfahrtsgleise erweitert. Außerdem wird die Ausfahrt nach Westen begradigt und auf drei Streckengleise ausgebaut.
Im Zuge der kompletten Neugestaltung des Bahn-
hofsgebäudes war auch die im Bereich des historischen Haupteinganges unterführte Kremser Straße zu verlegen. Darüber hinaus werden ein weiterer Personendurchgang und eine Straßenüberfüh-
rung hergestellt.
Sämtliche Arbeiten sind bei vollem Bahnbetrieb abzu-
wickeln.
Durch BGG Consult wurde im Rahmen dieses Projektes die geotechnische und hydro-
geologische Gutachtertätig-
keit während der gesamten Planungs- und Ausführungs-
phasen durchgeführt. Nach kaufmännischer und fach-
technischer Betreuung von Bodenaufschlussarbeiten wurde zunächst ein Geotech-
nisch-Geohydrologisches Gutachten für die Phase der Eisenbahnrechtlichen Einreichung erstellt. Für die Ausschreibungen sind für die einzelnen Baulose Geotech-
nische Gutachten ausge-
fertigt worden.
Während des Baus erfolgt u.a. die geotechnische und hydrogeologische Begutach-
tung vor Ort, die Prüfung des Detailprojektes aus geotech-
nischer Sicht sowie die Bemessung von Stützkon-
struktionen und Baugruben-
sicherungsmaßnahmen. Darüber hinaus werden Stützkonstruktionen (Pfahl-
wände) und Böschungen mittels geodätischer Messpunkte sowie acht Inklinometermessstellen überwacht (Monitoring).
Stützkonstruktionen Westausfahrt:
Im Bereich der Westausfahrt des Bahnhofes quert die Bahnstrecke eine geologi-
sche Störungszone, die so genannte St. Pöltner Stö-
rung. Dem Entwurf und der Bemessung der in diesem Bereich erforderlichen Einschnittserweiterungen musste - insbesondere wegen des hoch anstehen-
den Grundwassers - beson-
deres Augenmerk geschenkt werden.
Die Stützkonstruktionen wurden daher beidseits der Bahn in Form von aufgelös-
ten Bohrpfahlwänden mit Spritzbetonausfachung ausgeführt. Örtlich aufge-
tretene Instabilitäten sind mittels Böschungsabfla-
chung, Steinverbauten bzw. Verankerung gesichert worden. Gesamtheitlich konnte auf diese Weise eine wirtschaftliche Bauausfüh-
rung bei ausreichendem Sicherheitsniveau gewährleistet werden.

Einschnitt Westausfahrt
(Blick Richtung Osten),
Stützkonstruktion in
Form einer aufgelösten
Bohrpfahlwand
Stand Mai 2010