Das Baulos KAT 1 des Kor- almtunnels stellt das öst- lichste der drei Tunnelbau- lose dar und umfasst eine 3,2 km lange
Freilandstrecke mit vier Brückenobjekten, einen 300 m langen Tunnel- abschnitt in Offener Bauwei- se und einen in
Geschlosse- ner (zyklischer) Bauweise hergestellten Tunnelab- schnitt (Länge 2,0 km).
Von geotechnischer Rele- vanz sind, neben dem Tunnelvortrieb und den Objektfundierungen, die umfangreichen erdbaulichen
Maßnahmen im Freilandab- schnitt und die Baugruben- sicherungen mittels Bohr- pfählen und verankertem Spritzbeton im Bereich
der Offenen Bauweise.
|
BGG Consult begleitet diesen Projektsabschnitt in den Fachbereichen Geotechnik, Hydrogeologie und Geologie seit der
Grundbearbeitung. Dabei wurden auf der Basis mehrerer Untergrunderkun- dungskampagnen Fachgut- achten für das
Trassenaus- wahlverfahren, die Umwelt- verträglichkeitsprüfung, die Eisenbahnrechtliche Einrei- chung sowie für die
Bauaus- schreibung erarbeitet.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Bau- betreuung. Diese beinhaltet u.a. eine
Dokumentation, Überwachung und Steuerung der Bohrpfahlarbeiten, die Optimierung von Fundierun- gen und
Böschungssicherun- gen, die Überwachung und Steuerung der umfangreichen Erdbauarbeiten sowie eine messtechnische
Überwa- chung der Böschungen und Bohrpfahlwände mittels geodätischer Messpunkte und Inklinometer.
|
Baugrubensicherungen Offene Bauweise Koralmtunnel:
Die Baugrube für den in Offener Bauweise herzustel- lenden Tunnelabschnitt weist eine Tiefe von bis zu 20 m auf. Über
einen maß- gebenden Teil der abzusi- chernden Höhe stehen Deckschichtsedimente an. Diese Böden sind durch eine geringe
Scherfestigkeit und eine ausgeprägte Rutsch- anfälligkeit gekennzeichnet. Auch die darunter liegenden miozänen Gesteine
sind aufgrund feinkörnig-bindiger Zwischenlagen, Harnisch- flächen und des gespannten Grundwassers als rutschan- fällig
einzustufen.
Zur Vermeidung großvolumi- ger Böschungseinschnitte und zur Verminderung des geotechnischen Risikos wurden die Böschungen
in den hohen Einschnittsberei- chen mittels, zum Teil mehr- fach verankerter, Bohrpfahl- und Spritzbetonwände gesichert.
|