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Sonntag, 05. September 2010
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Koralmbahn  Graz - Klagenfurt, Baulos  KAT 1
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: seit 1996
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Das Baulos KAT 1 des Kor-
almtunnels stellt das öst-
lichste der drei Tunnelbau-
lose dar und umfasst eine 3,2 km lange Freilandstrecke mit vier Brückenobjekten, einen 300 m langen Tunnel-
abschnitt in Offener Bauwei-
se und einen in Geschlosse-
ner (zyklischer) Bauweise hergestellten Tunnelab-
schnitt (Länge 2,0 km).
Von geotechnischer Rele-
vanz sind, neben dem Tunnelvortrieb und den Objektfundierungen, die umfangreichen erdbaulichen Maßnahmen im Freilandab-
schnitt und die Baugruben-
sicherungen mittels Bohr-
pfählen und verankertem Spritzbeton im Bereich der Offenen Bauweise.
BGG Consult begleitet diesen Projektsabschnitt in den Fachbereichen Geotechnik, Hydrogeologie und Geologie seit der Grundbearbeitung. Dabei wurden auf der Basis mehrerer Untergrunderkun-
dungskampagnen Fachgut-
achten für das Trassenaus-
wahlverfahren, die Umwelt-
verträglichkeitsprüfung, die Eisenbahnrechtliche Einrei-
chung sowie für die Bauaus-
schreibung erarbeitet.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Bau-
betreuung. Diese beinhaltet u.a. eine Dokumentation, Überwachung und Steuerung der Bohrpfahlarbeiten, die Optimierung von Fundierun-
gen und Böschungssicherun-
gen, die Überwachung und Steuerung der umfangreichen Erdbauarbeiten sowie eine messtechnische Überwa-
chung der Böschungen und Bohrpfahlwände mittels geodätischer Messpunkte und Inklinometer.
Baugrubensicherungen Offene Bauweise Koralmtunnel:
Die Baugrube für den in Offener Bauweise herzustel-
lenden Tunnelabschnitt weist eine Tiefe von bis zu 20 m auf. Über einen maß-
gebenden Teil der abzusi-
chernden Höhe stehen Deckschichtsedimente an. Diese Böden sind durch eine geringe Scherfestigkeit und eine ausgeprägte Rutsch-
anfälligkeit gekennzeichnet. Auch die darunter liegenden miozänen Gesteine sind aufgrund feinkörnig-bindiger Zwischenlagen, Harnisch-
flächen und des gespannten Grundwassers als rutschan-
fällig einzustufen.
Zur Vermeidung großvolumi-
ger Böschungseinschnitte und zur Verminderung des geotechnischen Risikos wurden die Böschungen in den hohen Einschnittsberei-
chen mittels, zum Teil mehr-
fach verankerter, Bohrpfahl- und Spritzbetonwände gesichert.

Blick auf das Ostportal
Koralmtunnel
(Anschlagswand der
Geschlossenen Bauweise)
Stand Mai 2010