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Sonntag, 19. Mai 2013
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Zweigleisiger Ausbau der Pottendorfer Linie, Bereich Wien
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: 1998 bis 2011
DAS PROJEKT UNSERE TÄTIGKEIT
Die Pottendorfer Linie ver-
läuft von Wien Meidling über Wampersdorf nach Wiener Neustadt und stellt eine wichtige Ergänzungsroute zur Südbahn im Abschnitt Wien Südbahnhof - Wiener Neustadt dar. Aufgrund der dynamischen Siedlungsent-
wicklung steigt die Bedeu-
tung der Pottendorfer Linie als Nahverkehrsstrecke. Diese soll daher im derzeit noch eingleisigen Abschnitt zwischen Wien und Wam-
persdorf zweigleisig ausge-
baut werden.
Im Abschnitt zwischen Wien Meidling und Hennersdorf waren - neben der Gleiszu-
legung auf einer Länge von 9 km - 12 Brückenobjekte neu zu errichten. Darüber hinaus umfasste das Projekt den Umbau der Donaulände-
bahn auf 5 km Länge, die Neuerrichtung der Ost-
schleife Inzersdorf (Anbin-
dung der Pottendorfer Linie an die Donauländebahn von Süden kommend Richtung Osten) und die Linienver-
besserung der bestehenden Westschleife Inzersdorf.
BGG Consult war für dieses Projekt mit der Beratung in den Fachbereichen Geotech-
nik und Hydrogeologie beauf-
tragt. Im Vorfeld der Eisen-
bahnrechtlichen Einreichun-
gen für die beiden Abschnitte erfolgten Untergrunderkun-
dungen, wobei im Bereich des Terminals Inzersdorf bereits auf vorangegangene Auf-
schlüsse zurückgegriffen werden konnte.
Darauf aufbauend, sind für die Einreichung Gutachten zur Geotechnik bzw. zur Hydrogeologie erstellt worden. Die Beratung wurde in der Ausschreibungsphase fortgesetzt, wobei auch Geotechnische Gutachten für die einzelnen Baulose erstellt wurden.
Während des Baus erfolgte die fachtechnische Begut-
achtung vor Ort, die Prüfung des Detailprojektes aus geotechnischer Sicht sowie die Planung und Bemessung von Baugrubensicherungs-
maßnahmen.
Bauen neben dem Bestand:
Sämtliche Arbeiten mussten unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes abgewickelt werden. Die Brückenobjekte wurden aus diesem Grund in mehreren Bauphasen unmit-
telbar neben befahrenen Gleisen errichtet. Die Bau-
grubensicherungen erfor-
derten daher ein besonderes Augenmerk. Da die Unter-
grundsituation aufgrund von nicht rammbaren Schichten die Ausführung von Spund-
wänden ausschloss, erfolg-
ten die Sicherungen zum Teil mittels Spritzbeton und Bodenvernagelung. Im Verein mit einer intensiven bautechnischen Betreuung konnten die Brückenbau-
werke sicher und wirtschaft-
lich realisiert werden.

Vernagelte Spritzbeton-
sicherung im Bereich der
Unterführung Neilreichgasse
Stand April 2011