Bahnstreckenausbau Wien-Stadlau - Marchegg

Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: seit 2009

das Projekt


Die Bahnstrecke Stadlau - Marchegg ist Teil der Verbindung Wien - Bratislava und liegt somit am Schnittpunkt dreier europäischer Kernnetzkorridore, nämlich des Baltisch-Adriatischen Korridors, des Rhein-Donau-Korridors sowie des Orient-Östliches-Mittelmeer-Korridors.
Die bestehende eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke mit 37,5 km Länge ist aktuell voll ausgelastet. Um die Kapazität und die Ausbaugeschwindigkeit zu erhöhen, ist ein abschnittsweiser zweigleisiger Ausbau und eine Elektrifizierung unter Aufrechterhaltung des regulären Zugbetriebs vorgesehen. Im Zuge des Projekts werden auch die 13 bestehenden Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke durch Über- oder Unterführungen ersetzt, acht Bahnhöfe modernisiert und umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen gesetzt.

Unsere Tätigkeit


BGG Consult ist für dieses Projekt mit der Bearbeitung der Fachgebiete Geologie, Geotechnik, Hydrogeologie und Altlasten beauftragt. Hierfür erfolgten in den Jahren 2009 bis 2011 zunächst umfangreiche Untergrunderkundungsarbeiten und Erhebungen. Auf deren Basis wurde der Fachbeitrag für die Umweltverträglichkeitsprüfung und das teilkonzentrierte Genehmigungsverfahren erstellt. Im weiteren Projektsverlauf sind für die Bauausschreibungen der einzelnen Baulose Geotechnisch-Hydrogeologische Gutachten erstellt worden.
Während der Bauausführung erfolgt eine geotechnische und hydrogeologische Baubetreuung sowie eine hydrogeologische Beweissicherung.

Temporäre Sicherungsmaßnahmen:
Sämtliche Baulose des Projektes müssen unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs auf zumindest einem Gleis abgewickelt werden. Dadurch sind über weite Bereiche umfangreiche temporäre Sicherungsmaßnahmen zum jeweiligen Betriebsgleis erforderlich. Diese werden in Form von verankerten Spritzbetonsicherungen oder Spundwänden ausgeführt.
Bespielhaft sei hier der Bereich zwischen Auparkweg und Hirschstettner Straße angeführt, wo für die Herstellung der
300 m langen Stützmauer das Betriebsgleis mittels Spundwand, zum Teil mit Freispielankern rückverhängt, gesichert wurde.
BGG Consult lieferte für sämtliche temporären und endgültigen Konstruktionen die geotechnischen Eingangsparameter und führte teilweise auch die Bemessung durch.

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