HLS Wien - Spielfeld/Strass,
Semmering Basistunnel, Baulos PGG1

Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur AG
Bearbeitungszeitraum: seit 2010

das Projekt


Die Südbahn ist Teil der transeuropäischen Route von der Ostsee bis zur Adria.
Die Bergstrecke über den Semmering stellt derzeit aufgrund der eingeschränkten Geschwindigkeit und Tonnage ein Nadelöhr dar.
Der zweiröhrige, 27,3 km lange, Semmering-Basistunnel verläuft zwischen Gloggnitz (Niederösterreich) und Mürzzuschlag (Steiermark) und soll von der Portalbaustelle Gloggnitz sowie von drei Zwischenangriffen aus aufgefahren werden. Der Vortrieb erfolgt sowohl mittels konventioneller Methoden (NÖT) als auch mittels Tunnelvortriebsmaschinen (TVM).
Das Baulos PGG1 umfasst, neben der Herstellung des Portalvoreinschnittes, drei Brückenneubauten, die Verlegung der B27 in ein Wannenbauwerk sowie umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Schwarza.

Unsere Tätigkeit


BGG Consult ist für dieses Baulos mit der geotechnischen und hydrogeologischen Beratung während der Ausschreibungs- und der Bauphase beauftragt. Zur Detaillierung der Erkenntnisse aus dem Einreichprojekt sind Untergrunderkundungsarbeiten festgelegt, betreut und ausgewertet worden. Darauf aufbauend wurde ein Geotechnisch-Hydrogeologisches Gutachten ausgearbeitet.
Für die Böschungssicherungen erfolgte außerdem die Planung und Bemessung sowie die Festlegung des geotechnischen Monitorings.
Darüber hinaus werden geotechnische Messungen durchgeführt und ein hydrogeologisches Beweissicherungsprogramm abgewickelt.


Böschungssicherung Portalbereich Gloggnitz:
Im Zusammenhang mit dem Auffahren des Tunnels, der Bereitstellung entsprechender Baustelleneinrichtungsflächen sowie der Errichtung diverser Bauwerke im Portalbereich wurde am nördlichen Tunnelportal ein großräumiger Hanganschnitt mit Böschungshöhen von bis zu  18 m erforderlich.
Die Sicherung erfolgte mittels einer  verankerten Spritzbetonwand. Für die Verankerung kamen Injektionsbohranker mit Längen zwischen 4 m und 12 m und Freispielanker (Längen bis 28 m) zum Einsatz.
Im Rahmen des geotechnischen Monitorings wurden mehrere Vertikalinklinometer, Ankerkraftmessdosen und zahlreiche geodätische Messpunkte überwacht.

Stand Juni 2013

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