Gebäudekomplex PERRON, Salzburg

Auftraggeber: Ing. Hans BODNER Baugesellschaft mbH & Co KG
Bearbeitungszeitraum: 2013 bis 2017

das Projekt


Der hochmoderne Gebäudekomplex "PERRON" mit kombinierter Hotel-, Büro- und Wohnnutzung befindet sich in unmittelbarer Nähe des Salzburger Hauptbahnhofs.
Das Projekt erstreckt sich über eine Länge von 150 m und eine Breite von 20 m zwischen der Rainerstraße und dem in Hochlage verlaufenden Bahnhofsareal. Das Gebäude unterteilt sich in einen längeren Trakt mit fünf Obergeschossen und ein 15-stöckiges Hochhaus am südlichen Ende. Über das gesamte Areal sind zwei Untergeschosse ausgeführt.

unsere tätigkeit


BGG Consult war für das Projekt mit der geotechnischen Prüfung der Baugruben-sicherungs- und Wasserhaltungsmaßnahmen betreffend der ÖBB-Belange beauftragt.
Die Tätigkeit umfasste zunächst die Begutachtung gemäß § 31a Eisenbahngesetz. In weiterer Folge sind das Baugrubensicherungskonzept, die Unterfangung eines ÖBB-Liftes und die  Grundwasserhaltungsmaßnahmen aus geotechnischer Sicht überprüft worden.
Außerdem wurde ein Monitoringprogramm samt Sicherheitsmanagementplan ausgearbeitet und betreut.
Während der Bauausführung erfolgte eine laufende Betreuung mit Beurteilung und Steuerung der Sicherungsmaßnahmen sowie Messungen in den Schlitzwandinklinometern.

Baugrubensicherungsmaßnahmen:
Das Gebäude wurde mittels Schlitzwänden fundiert, die gleichzeitig auch der Baugrubensicherung dienten. Auf der Seite des Bahngeländes ist die Schlitzwand hinter der bestehenden Stützmauer vom Bahnsteigniveau aus (4 m über Straßenniveau) niedergebracht worden. Daraus resultierten Sicherungshöhen von über 12 m.
Der Untergrund besteht im relevanten Tiefenbereich aus "Salzburger Seeton", einem sehr verformungsempfindlichen, wassergesättigten Schluff-Ton bzw. schluffigen Feinsand.
Zur Minimierung der Verformungen wurde die obere Aussteifungsebene der Baugrubensicherung vorgespannt. Außerdem sind unter der Bodenplatte abschnittsweise Druckstreben angeordnet worden, wobei der Einbau jeweils unmittelbar nach dem Aushub erfolgte.
Aufgrund dieser Vorgangsweise konnten die Bauarbeiten ohne Beeinträchtigung des Bahnbetriebs abgewickelt werden.

Stand Oktober 2018

Download Referenzblatt (PDF)

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